Baby die ersten Wochen

Die ersten Wochen

Die erste Zeit im Leben eines Menschen wird völlig von instinktiven Handlungen beherrscht. Es ist ebenso ein instinktiver Reflex, bei jeder Berührung an der Wange nach der Nahrungsquelle zu suchen, wie es auch der Tast- und Greifreflex ist, der dazu führt, dass Kinder sich einen Finger „schnappen“, wenn man ihn ihnen hinhält. Berührung an der Lippe führt zu einer weiteren instinktiven Reaktion, dem Saugen.

Da Neugeborene nicht erst die Gelegenheit haben, die Nahrungsaufnahme zu lernen, sind sie von der Natur mit diesen Instinkten ausgestattet. Menschliche Instinkte sind zwar auf wirklich elementare Bedürfnisse reduziert (wenn man sie mit denen in der Tierwelt vergleicht), doch reichen sie aus, um uns das Überleben zu ermöglichen. Neben diesen typischen Säuglingsreflexen kennt der neugeborene Mensch noch eine Reihe von anderen Verhaltensweisen, die ihm sein Leben lang erhalten bleiben: Atmen, Schlucken, Husten und Niesen sind Vorgänge, die auch im erwachsenen Leben noch Bedeutung haben.

Die wichtigsten Körperregionen in dieser ersten Zeit sind Mund und Ohr; mit diesen Sinnesorganen nimmt der Säugling den größten Teil der Sinnesreize auf, die zu ihm vordringen. Daher reagiert er beispielsweise auf Lärm sehr allergisch, während Geschmäcker ihm vergleichsweise wenig ausmachen – man kennt wohl die Angewohnheit von Kindern, alles in den Mund zu nehmen.


 



Für die Ernährung eines so kleinen Babys ist Muttermilch eindeutig zu empfehlen. Natürlich bieten auch die Ersatznahrungen der verschiedenen Hersteller ausreichend Nährstoffe und eine gute Zusammensetzung der Milch, doch können sie mit dem speziellen Immunschutz der Muttermilch nicht mithalten – während der ersten Monate überträgt die Mutter Antikörper auf das Kind, so dass es verschiedene Krankheiten nicht erst selbst erfahren muss, um dagegen gefeit zu sein.

Es hat sich statistisch erwiesen, dass gestillte Kinder weniger anfällig für Krankheiten sind. Wichtig ist aber auch jede Art von anderem Körperkontakt, die Säuglinge von der engen Bindung an Mutter und Vater abhängig sind und ein starkes Sicherheitsgefühl entwickeln, wenn sie sich in der Nähe ihrer Eltern wissen.Innerhalb des ersten Monats wird das Kind eventuell das nicht zielgerichtete „Engelslächeln“ zeigen, welches einen Zustand großer Zufriedenheit ausdrückt. Bei manchen Kindern tritt dieses Lächeln früher und öfter auf als bei anderen; bewusst ist es dem Kind allerdings noch nicht, und es ist auch keine Reaktion auf eine direkte Äußere Handlung, sondern ein reiner Gefühlsausdruck.

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