Baby Entwicklung
13. September, 2007 von Moderator
Der dritte Lebensmonat
Der zweite Lebensmonat ist geprägt von einer Phase starken körperlichen Wachstums. Im Alter von vier und sechs Wochen machen viele Babys jeweils einen rapiden Entwicklungsschub durch. Innerhalb kürzester Zeit sind sie aus den Kleidern, die ihnen vorher noch passten, herausgewachsen und haben noch dazu mehr Hunger als vorher. Unruhe und eine Phase häufigen Weinens sind die Folge, die für viele Eltern nach der Geburt ihres Kindes die erste große Herausforderung darstellt.
Oft dauert es bei beiden Schüben nur ein paar Tage, bis sich das Zusammenspiel zwischen Kind und Eltern wieder eingespielt hat und das Baby nun wieder ruhiger und zufriedener schläft. Typisch ist auch, dass kurz nach dem Ende des zweiten Wachstumsschubs das Kind seine Eltern mit einem ersten bewussten Lächeln bedenkt. Von da an nimmt es nicht nur seine Eltern auf eine besondere Art und Weise wahr, sondern es zeigt diese besondere Verbindung durch ein viel reichhaltigeres Spektrum von Reaktionen.
Fröhliche Kinder lachen zu diesem Zeitpunkt eventuell auch schon, wenn man mit ihnen Spaß macht. Auch ist die Freude über ein „Gespräch“ mit Mama und Papa groß – meist kann man es aus dem strahlenden Gesicht lesen, dass das Kind sich über die sprachliche Zuwendung freut. Auf jeden Fall können die Eltern nun sicher sein, dass ihre Gesichter erkannt werden und dass das Kind sich auf eine besondere Art und Weise über ihre Anwesenheit freut. Viele Eltern empfinden diese Phase deutlich als Belohnung für die ersten - beinahe sprichwörtlichen – durchwachten Nächte, die ihnen das Kind beschert hat.
Im Zuge dieser körperlichen Entwicklung wird auch die Haltung des Kindes immer entspannter. Das Kind streckt Arme und Beine durch oder hebt sie in die Höhe, scheinbar um sie zu begutachten; auch das Spiel mit Gegenstände, die es in seinem Umfeld findet, wird etwas interessanter. Eine Rassel oder andere gut greifbare Gegenstände zum Beispiel kann ein Baby in diesem Alter schon für eine Weile festhalten. Auch den Kopf kann es in Bauchlage schon besser kontrollieren und hebt ihn oft für einige Sekunden hoch. Wenn man das Kind hinsetzt, sackt es meist in sich zusammen, kann sich aber für eine Weile aufrecht halten.
Eine besondere Faszination empfindet der kleine Mensch beim Klang von Stimmen. Die verschiedenen Stimmlagen der Menschen sind ebenso interessant wie die Sprecharten oder gar Gesang (dieser wirkt sich oft besonders beruhigend aus); doch auch auf laute Stimmen oder Streit reagiert das Kind meist ebenfalls – oft, indem es zu weinen beginnt. In dieser Zeit lernt das Kind simple Zusammenhänge kennen wie den, der für es selbst am wichtigsten ist: wenn es schreit, wird es hochgenommen. Dieser Instinkt, der Baby und Eltern gleichermaßen prägt ist die erste Form von kommunikativer Handlung, die das Kind unternimmt.
Auch wenn Schreien noch das am häufigsten verwendete Kommunikationsmittel bei einem so kleinen Kind ist, üben sich viele in diesem Alter auch schon an den ersten anderen Lauten. Meist beginnt es mit verschiedenen Vokalabfolgen.
Wenn die Erwachsenen in der Umgebung auf diese „Ansprache“ reagieren, zeigen sich Babys oft besonders erfreut – sie beginnen zu lernen, dass auch andere Arten der Äußerung kommunikative Funktionen haben können.
Neben der verbesserten Kommunikation zwischen Kind und Eltern ist es vor allem die Umwelt, die in dieser Zeit eine große Faszination auf den kleinen Menschen ausübt. Dinge, die sich über dem Bettchen bewegen, werden interessiert beobachtet; eventuell streckt es sogar einen Arm danach aus. Auch Bilder und Farbenspiele stellen eine besonders reizvolle Faszination dar.
Viele Kinder lieben es auch, wenn sie unter einem Spielreck zum ersten Mal die Möglichkeit haben, mit den interessanten Dingen zu interagieren – auch wenn dies am Anfang meist nur in unkontrollierten Bewegungen endet.
Achten sie in dieser Zeit darauf, dass es an den Hauptaufenthaltsorten des Kindes immer etwas zu sehen gibt – ganz gleich, ob es ein Mobile, ein Luftballon oder eventuell auch nur eine bunte Mütze ist. Im Zuge dieses Interesses für die Umwelt steigert sich auch die akustische Aufnahmebereitschaft des Babys. Es lauscht nun interessiert allen verschiedenen Arten von Geräuschen, die es in seinem Lebensbereich gibt – sei es das Telefon, das Radio oder der Fernsehen; auch Glöckchen oder Rasseln üben eine große Faszination aus.
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