Baby und Entwicklung
15. September, 2007 von Moderator
Der elfte Lebensmonat
Im Laufe des elften Monats entwickelt ein Baby typischerweise eine bis dahin ungeahnte Mobilität. Auch Kinder, die bis dahin mit dem Krabbeln etwas vorsichtiger waren oder die sich noch gar nicht auf diese Art fortbewegt haben lassen nun die Vorformen der Bewegung hinter sich und bewegen sich aktiv und mit oft erstaunlicher Geschwindigkeit durch ihr Lebensumfeld.
Ungefähr zehn Prozent aller Babys krabbeln überhaupt nicht, weshalb es meist keinen Grund zur Sorge gibt, falls diese Entwicklung bisher nicht eingetreten ist. Erst wenn auch die Aktivität des Kindes zu wünschen übrig lässt, sollte man überhaupt anfangen, sich zu sorgen. Viele Kinder sind für lange Zeiten des Tages relativ ruhig, drehen aber dennoch auf, wenn sie satt und frisch gewickelt sind (und sie nicht müde sind).
Falls sie den Verdacht haben, dass die Ruhe bei ihrem Kind gesundheitliche Gründe haben könnte, so achten sie besonders auf diese Phasen.Beruhigenderweise kann man sagen, dass auch Kinder die keine Anstalten zu krabbeln machen normalerweise gesund und in Ordnung sind.Ganz gleich, ob das Krabbeln bisher Interesse bei einem Baby geweckt hat – die meisten Kinder in diesem Alter ziehen sich gerne zum Stehen hoch, wippen in den Knien auf und nieder oder machen die ersten vorsichtigen Gehversuche an der Hand. Langes Sitzen und verschiedene Bewegungen aus dem Sitzen heraus machen Kindern in diesem Alter üblicherweise keine Probleme mehr.
Auch Interaktionen sind in diesem Alter oft schon problemlos möglich. Das Kind versteht den Wunsch, etwas zu haben, und kann einen Gegenstand entgegenstrecken, wenn man diesen äußert; bei vielen bestehen jedoch Schwierigkeiten beim rechtzeitigen Loslassen. Szenen, in denen das Kind ein Spielzeug zuerst herzugeben scheint, um es dann schließlich doch festzuhalten, sind keine Seltenheit.Babys in diesem Alter können schon sehr geschickt und auf ziemlich differenzierte Weise spielen. Wenn zum Beispiel mehr als zwei Gegenstände einen Anreiz zum Spielen darstellen oder wenn ein großer Gegenstand aufgenommen werden soll, kann das Kind problemlos eine oder beide Hände freimachen, um nach dem neuen Objekt zu greifen.
Jüngeren Kindern macht dieser Schritt oft Probleme, da sie zwar vielleicht ein drittes Spielzeug aufnehmen wollen, dafür aber keine Hand frei haben und sich nicht zu helfen wissen.Die kommunikativen Fähigkeiten eines Kindes in diesem Alter sind bereits beachtlich. Viele Kinder verstehen schon erstaunlich viel von dem, was in ihrer Umwelt geschieht und reagieren auf Worte wie „Fläschchen“ oder „Essen“ mit großer Vorfreude; außerdem können viele bereits einfache Worte formen.
Für die Eltern ist es interessant, ihrem Kind beim Spielen und erzählen zuzuhören, da Kinder sich oft ereifern, bis sie von ihrer Umwelt kaum noch etwas wahrnehmen.Spaß macht es dem Kind auch, einfache Sätze annähernd zu wiederholen oder mit verschiedenen Teilen des Hausrats zu spielen – beliebt sind oft Fernbedienungen oder Telefone.
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