Der Kaiserschnitt
7. August, 2007 von Moderator
3.3 Die Geschichte des Kaiserschnitts
Ein wichtiges Verfahren der modernen Geburtshilfe ist schon seit der Antike bekannt: der Kaiserschnitt. Auch wenn sich der Begriff innerhalb der letzten zweitausend Jahre gewandelt hat, stellt er dennoch eine eng mit der Geburt verbundene Vorstellung dar.
Innerhalb der vielen Jahrhunderte, in denen der Kaiserschnitt bekannt war, wurde einer vielfältigen Prägung durch Kultur, Religion und Gesetzsprechung unterzogen.
So war es im Alten Rom eine gesetzliche Vorgabe, dass eine Tote vor der Bestattung unbedingt durch einen Kaiserschnitt entbunden werden musste. Das Seelenheil des Kindes sollte so durch die Taufe gerettet werden; eventuell war es auch möglich, die Erbfolge eindeutig zu erkennen (wenn das Kind den überlebte beziehungsweise eine Überlebenschance hatte). Zu dieser Zeit war der Kaiserschnitt natürlich immer mit dem Tod der Mutter verbunden – die Chance, dass Mutter und Kind überlebten, bestand nicht.
Die Notwendigkeit einer Geburt des Kindes vor der Taufe bliebt allerdings nicht immer bestehen – nach katholischem Glauben muss eine Geburt der Taufe nicht unbedingt vorangehen. Im 18. Jahrhundert gestattete der Papst die Taufe des Ungeborenen Kindes durch eine Spritze in die Gebärmutter.
Dennoch nahm der Kaiserschnitt immer dann eine wichtige Funktion ein, wenn eine natürliche Geburt unmöglich war, auch wenn es keine religiöse Notwendigkeit gab. Der Tod der Mutter hatte zwangsläufig auch immer den Tod des Kindes zur Folge, so dass ein Kaiserschnitt als geeignete Methode erschien, wenigstens das Kind überleben zu lassen.Die Angst vor einem Kaiserschnitt an einer noch lebenden Frau nahm allerdings mit der zunehmenden Verbreitung dieser Praxis zu. Um 1700 diskutierten Ärzte in allen Teilen Europas über die Zeichen, an denen der Tod einer Frau während der Geburt zu erkennen war.
Sie standen vor einem schwierigen und beinahe unlösbar erscheinenden Problem: der Kaiserschnitt wirkte sich, wenn er an einer lebenden Frau vollführte wurde, tödlich aus, was dem hippokratischen Eid widersprach; zögerte man jedoch zu lange, um die Frau nicht durch eigenes Eingreifen zu töten, so kam die Hilfe für das Kind oft bereits zu spät. Man diskutierte zu dieser Zeit über viele verschiedene Arten von Todesanzeichen, die sofort erkennbar sein sollte, ohne zu einem eindeutigen Erlebnis zu gelangen.
Auch wenn man zu dieser Zeit zu keinem eindeutigen Ergebnis kam, wurde der Kaiserschnitt weiterhin in Notfällen eingesetzt. Es sollte noch rund 200 Jahre dauern, bis man die ersten Kaiserschnitte durchführen konnte, bei der nicht nur das Kind, sondern auch die Mutter überleben konnte.Die ersten Kaiserschnitte zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren allerdings immer noch eine waghalsige Angelegenheit, auf die man sich nicht einließ, wenn man es irgendwie vermeiden konnte.
Im Laufe dieses Jahrhunderts entwickelte sich die Medizin derartig weiter, dass man heute einen Kaiserschnitt als eine relativ sichere alternative zu einer natürlichen Geburt betrachten kann.
Dennoch birgt auch heute noch ein Kaiserschnitt, als man gemeinhin meint, so dass man das Risiko einer Operation in diesem Zusammenhang niemals außer Acht lassen sollte. Die Entwicklung, ohne schwerwiegende Indikationen den Kaiserschnitt praktisch als „Wunschangebot“ der natürlichen Geburt vorzuziehen ist nicht nur für das Gesundheitssystem kostspielig, sondern auch gefährlich.
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Vaterrolle
Verfasst in Vater werden , Eine Familie werden am 2. September 2007
Die Vaterrolle seit der industriellen Revolution bestehende die Tendenz, dass Väter während ihrer Arbeitszeit kein Teil des Familienlebens sind. Sie sind außer Haus, und bestenfalls kann man mit ihnen telefonieren oder abends auf sie warten – was ihnen natürlich auch im Leben der Kinder eine bestimmte Rolle zuweist. Eventuell werden die Kinder sogar beginnen, die Arbeit des Vaters als etwas schlechtes zu empfinden, weil sie ihr die Rolle [...]Papa werden
Verfasst in Vater werden , Eine Familie werden am 23. August 2007
Die Vaterrolle Die Schwangerschaft ist sicherlich der Vorgang, der eine Frau zur Mutter macht, und die Geburt ist das Ritual, welches diesen Zyklus abschließt. Wie aber wird ein Mann zum Vater? Geschieht das einfach so – wird dieser Status praktisch mit dem Baby „mitgeliefert“? Es gibt drei wichtige Dinge, die bei einer Geburt geschehen: ein Kind wird geboren, eine Frau wird zur Mutter, und ein Mann wird zum Vater. Welche Anforderung [...]


