Entwicklung Baby 6 Monate
14. September, 2007 von Moderator
Der sechste Lebensmonat
Auch wenn die Welt in den Monaten zuvor bereits spannend und anstrengend war, wird das Kind erst in diesem Monat wirklich zum Entdecker. Die Aktionsmöglichkeiten haben sich noch um ein Vielfaches erweitert, vor allem aber ist es die verbesserte Wahrnehmungsfähigkeit (und die damit verbundene Verarbeitung), die den kleinen Menschen zu einem echten Forscher machen.
Alt bekanntes Spielzeug wie eine Stoffpuppe oder eine Spieluhr wird ebenso interessiert begutachtet wie die Gesichter der Eltern; kleine Spielzeuge an der eigenen Kleidung nimmt das Kind nun ebenso interessiert auf wie Gegenstände in seiner Nähe. Das große Interesse an seiner Umwelt führt dazu, dass das Baby sich auch immer öfter für ein Weilchen allein beschäftigen kann – wenn man es in einem ruhigen Raum (oder mit leiser Musik im Hintergrund) mit dem richtigen Spielzeug versorgt, wird es interessiert und mit großem Vergnügen alle Gegenstände in seiner näheren Umgebung untersuchen.
Im Zuge dieser ersten großen Selbstständigkeit machen viele Kinder auch die angenehme Erfahrung, dass sie der Welt und den Erwachsenen nicht mehr ganz so hilflos ausgeliefert sind. Die zunehmenden Möglichkeiten der Interaktion, die ihm zu diesem Gefühl verhelfen, steigern sich noch durch immer besser werdende Kommunikationsmöglichkeit – Kinder wie Eltern werden in diesem Alter die Erfahrung machen, dass es nicht unbedingt der Worte bedarf, um mit einem Baby kommunizieren zu können.
Das Kind erfährt in dieser Zeit die gezielte Interaktion mit seiner Umwelt als zunehmend wichtig, da es die ersten Zusammenhänge zwischen seinen Wunschäußerungen und der Reaktion der Umwelt ausmachen kann. Kommuniziert wird mit dem ganzen Körper – mittlerweile kann das Kind dazu mehr heranziehen als nur Gestik und Mimik.
Doch auch der Sprache widmet ein Kind in diesem Alter größere Aufmerksamkeit. Es beobachtet die Erwachsenen in seiner Umgebung, wie sie diese wohlbekannten Laute produzieren, und versucht bald auch ihre Laute nachzuformen. Diese Versuche müssen am Anfang nicht unbedingt zu einem nahe liegenden Ergebnis führen – oft sollen auch teilweise überhaupt nicht ähnliche Klänge ein Wort oder einen Ausdruck der Eltern imitieren.
Natürlich geht auch die körperliche Entwicklung rapide weiter. Die Muskeln des Kindes werden kräftiger, es streckt Arme und Beine immer gezielter in verschiedene Richtungen und geht auf dem Bauch in „Fliegerposition“, indem es Beine, Arme und Kopf vom Boden hebt. Ebenso verbessert sich die Koordination – viele Baby benutzen mittlerweile nur noch eine Hand, um nach etwas zu greifen. Dafür greift diese Hand gleich kräftig zu – beliebte Ziele sind Brillen, Nasen oder Haare, wenn sie in Reichweite kommen. Daher ist für die Erwachsenen Vorsicht geboten, da auch die Bewegungen eines Babys durchaus schmerzhaft sein können.
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Familienmanager
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