Entwicklung Baby 8 Monate
13. September, 2007 von Moderator
Der achte Lebensmonat
Auch in diesem Monat folgen wieder einige erstaunliche Entwicklungsschritte. Die beiden wichtigsten sind für die Mobilität des Kindes von zentraler Bedeutung: Sitzen und Krabbeln.Viele Kinder können in diesem Alter schon einige Minuten ohne fremde Hilfe allein sitzen und versuchen, sich sitzend in die andere Richtung zu drehen; außerdem können Kinder oft schon krabbeln und freuen sich sehr über ihren erweiterten Handlungsspielraum.
Krabbeln ist für viele Kinder einerseits eine Entwicklung, die sie entschieden ausgeglichener macht; andererseits gibt es eine große Zahl von notwendigen Grenzen, die ob dieses erweiterten Handlungsspielraums gesetzt werden müssen (und seien es nur die zur Sicherheit des Kindes), die eventuell Unmut hervorrufen. Ein beliebtes Spiel ist auch das „Fallenlass-Spiel“: das Kind lässt einen Gegenstand gezielt fallen, um den Klang dieser Aktion zu hören und will danach den Gegenstand wiederhaben, um weiter spielen zu können.
ie Ansichten, inwieweit man dieses Spiel unterstützen sollte und wann es einmal genug ist, gehen auseinander; einerseits, so sagt man, kann man einen Säugling ohnehin nicht erziehen, andererseits will man vielleicht auch zehn- oder zwanzigmal einen Gegenstand wieder aufheben und ist der Ansicht, dass das Kind auch solche Grenzen zu tolerieren lernen muss.
Ein einheitliche Anleitung soll hier nicht gegeben werden; man sollte dem Wunsch des Kindes nach diesem Spiele ebenso nachgeben wie dem Wunsch des Erwachsenen, nicht zu lange immer dasselbe zu „spielen“.
Neben diesen Aktionsmöglichkeiten ist allerdings vor allem die Sprache für Kind und Eltern in dieser Zeit besonders interessant.
Die Laute werden immer ausgefeilter und zielgerichteter, was die Kommunikation einfacher macht. Das Kind entwickelt langsam die Fähigkeit, Zusammenhänge zwischen dem Geschehen und der Kommunikation zu entwickeln, was eine echte Art von kommunikativer Interaktion ist.
Doch auch ohne die Sprache gibt es eine Menge zu entdecken in Bezug auf die Entwicklung des Kindes. Viele Kinder lieben zum Beispiel das „Versteck-Spiel“, wenn ein Erwachsener sich hinter einem Tuch oder um eine Ecke verbirgt, um dann hervorzukommen – sie reagieren auf dieses Spiel mit erwartungsvollem Gelächter und voller Begeisterung. Das Vertrauen ist mittlerweile groß genug, als dass das Kind sich keine Sorgen mehr darüber macht, ob das betreffende Elternteil eventuell nicht „zurückkommt“.
Neben den Spielsachen sind es vor allem die Alltagsgegenstände, die den kleinen Menschen faszinieren. Die Geräte, denen die Eltern besonders große Aufmerksamkeit widmen, will das Kind erforschen und interessiert sich dementsprechend für Telefone, Computer, Waschmaschine oder Schuhe – ganz davon abhängig, was es bei seinen Eltern beobachten kann. Nach dieser Zeit ist ein Kind auch dementsprechend besonders aufnahmefähig für kindgerechte Adaptionen von Alltagsgegenständen wie Spieltische oder –telefone.
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