Entwicklung eines Baby
14. September, 2007 von Moderator
Der zehnte Lebensmonat
Die Kommunikation erreicht in diesem Monat einen neuen Höhepunkt. Nicht nur, dass durch die langsam erfahrene Objekt-Permanenz (also das Vertrauen, dass Objekte auch dann noch existent sind, wenn man sie gerade nicht sieht) viele Kinder das Wegnehmen eines Spielzeugs ernsthaft übelnehmen, sie reagieren auch auf sehr vielfältige Weise auf Sprache und Ausdruck von Erwachsenen und kommunizieren nach Möglichkeit mit.
Viele Kinder entwickeln in dieser Zeit die Fähigkeit zu winken und setzen dieses neue und von der Umwelt sehr interessiert aufgenommen Mittel bald darauf gerne ein: sie winken nicht nur als Antwort auf ein Winken, sondern drücken auf diese Weise oft auch Verunsicherung aus – wenn ihnen etwas unverständlich erscheint (sei dies eine Situation oder auch ein Gegenstand), winken sie ihm vorsichtig zu.
Viele Eltern entwickeln in dieser Zeit eine Reihe von Spielen, die dem Kind großen Spaß machen. Manche Kinder haben Freude daran, wenn man sie fragt, wie groß sie sind und sie daraufhin die Arme hochreißen; andere gehen spielerisch mit den langsam erfahrenen Verboten um und blicken verschmitzt zu ihrer Mutter, wenn sie etwas verbotenes tun, in der Hoffnung, ein spielerisches Verbot zu erhalten. Die Möglichkeiten dieser Interaktionsspiele sind unbegrenzt, und bestimmt finden alle jungen Eltern etwas eigenes heraus.
Das Kind hat nun begriffen, dass man Gegenstände ineinander stecken kann und versucht diese Erkenntnis auf vielfältige Weise in seiner Umwelt einzusetzen. Spielzeuge, die genau auf diese Idee abzielen sind eventuell noch überfordernd, können aber als Anregung eingesetzt werden.
Kleine Gegenstände auf dem Boden ziehen immer mehr Aufmerksamkeit auf sich – mittlerweile beherrscht das Kind mühelos den Pinzettengriff, mit dem es auch sehr kleine Gegenstände aufnehmen kann. Fusseln auf dem Teppichboden sind sehr beliebt und stellen wie andere kleine Teile mittlerweile eine Gefahr dar, da das Kind sie verschlucken könnte.
Stark fremdelnde Kinder werden in dieser Zeit eventuell Einschlafprobleme haben, die man allerdings nach Möglichkeit nicht durch eine Änderung der täglichen Routine anregen sollte – wichtig ist, dass das Kind das Gefühl hat, dass jemand bei ihm ist, dass es aber dennoch das Einschlafen in seinem eigenen Zimmer nicht verlernt.
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Junge Familie
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