Familie Natur
10. September, 2007 von Moderator
Muttertyp 3: Die Naturverbundene
Für die naturverbundene Mutter ist völlig klar, dass „früher“ eigentlich alles besser war. Sicher, sie verschließt sich nicht vor der Tatsache, dass es vielen Menschen heute gut geht, doch vertritt sie die Theorie, dass äußere Umstände das Gefühl der Verbundenheit, welches Menschen in früheren Zeiten erleben konnten, nicht wettmachen können.Zwar nutzen naturverbundene Mütter dennoch die meisten Annehmlichkeiten der technisierten Welt („Weil es ja doch nichts nützt, darauf zu verzichten.“), doch träumen sie sich eigentlich in ein anderes Leben, welches sie allerdings nicht so recht ermessen können.
Aus verschiedenen ethnisch-spirituellen Büchern weiß sie, dass Mütter in primitiven Kulturen praktisch nur glückliche Kinder auf die Welt bringen, und es ist ihr ein Anliegen, mitten innerhalb der Zivilisation eine Insel der natürlichen Kultur zu errichten – mit ihrer Familie.Wie ihr Vorbilder pflegt sie ausgiebigen Körperkontakt mir ihren Kindern und ist schnell bei der Hand, die Ansicht zu vertreten, dass jedes andere Verhalten für ein Kind nicht angenehm sei. Zur Begründung für diese Ansicht hat sie mehrere Theorien bei der Hand, vom Glück der Kinder in Afrika über die Abstammung von den Affen und eventuell sogar passende, aktuelle Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft („Der menschliche Körper scheidet Glückshormone aus, wenn er mit der Haut eines anderen Menschen in Berührung kommt.“).
Die Küche einer naturverbundenen Mutter ist meist sehr experimentell. Ihre Rezepte sind aus verschiedenen Kulturen zusammengetragen und binden meist aktuelle Produkte aus dem Reformhaus mit ein, ein Umstand, der bei ihren Kindern oft nicht besonders ankommt. Das interessante an naturverbundenen Müttern ist die Tatsache, dass sie ihre Weltsicht den Umständen anpassen können.
So sind sie eisern darin zu propagieren, dass jede Trennung zwischen Mutter und Kind eine Qual ist, während sie eventuell darüber hinwegsehen können, dass primitive Völker ihre Kinder nicht mit Hilfe von Schmerzmitteln auf die Welt bringen (wie sie es vielleicht getan hat). Dennoch vertreten sie ihre romantisch-idealistische Weltsicht eigentlich auf eine sympathische Weise und gehören daher trotz einer ordentlichen Portion Extravaganz und gelegentlicher Aufdringlichkeit meist zu den angenehmen Zeitgenossen unter den Eltern.
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Vater Kinder
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