Geburtshaus

Die Geburt im Geburtshaus Teil 1

Viele Menschen wissen weder, was ein Geburtshaus ist, noch können sie sich eine Vorstellung davon machen, wie ein solches Haus genutzt wird. Sicher, der Name impliziert eine Verbindung mit der Geburt, doch wie genau soll dies aussehen?
Immerhin ist in unserer Kultur der Begriff der Geburt eng mit dem Krankenhaus verbunden, eine Tatsache, die sich in der Medienwelt ebenso widerspiegelt wie in der individuellen Vorstellung.

Dennoch gibt es eine Entwicklung hin zum Geburtshaus; auch wenn diese Häuser noch keine wirklich großen Zahlen von Gebärenden verbuchen können wächst der Anteil der Frauen, die sich in die Hände der Hebammen geben, von Jahr zu Jahr an.
Dabei sollte man den Begriff „in die Hände geben“ nicht zu wörtlich nehmen – Hebammen in Geburtshäusern zeichnen sich über weite Phasen der Geburt nämlich durch relative Passivität aus.

Dies soll nicht heißen, dass sie die Mutter nicht unterstützen würden – nur überlassen sie das Gebären eben der werdenden Mutter so weit wie möglich selbst. Geburtshäuser folgen dem Grundgedanken, dass Schwangere nicht krank sind und dass die Verbindung zwischen Geburt und Krankenhaus dementsprechend im Normalfall nicht wünschenswert ist. Ganz gleich, wie man es betrachten mag – im Krankenhaus denkt man zuerst an Kranke, und der Kreißsaal heißt nun einmal so, weil in ihm die Gebärenden „kreißen“, also „kreischen“, wenn man das Wort aus dem Mittelhochdeutschen übersetzt.


 



Viele Frauen empfinden diese Voraussetzungen als nicht besonders angenehm und suchen daher nach Alternativen. Eine Geburt ist heute nämlich nicht mehr der lebensbedrohliche Vorgang, der sie früher einmal war, weshalb sich viele gesunde Frauen in der Lage fühlen, auf ärztliche Hilfe bei der Geburt weitgehend zu verzichten.Allerdings war die Geburt auch früher lange Zeit niemals eine derart akute Bedrohung für das Leben der Mutter, wie man heutzutage vermutet.

Eigentlich ist der Körper einer Frau ganz hervorragend dazu geeignet, ein Kind auf die Welt zu bringen, und es ist vielmehr auf die besondere Psyche des Menschen zurückzuführen, dass es dennoch oft zu Schwierigkeiten kommt. Menschen zeichnen sich durch einen Mangel an Instinkt und einen “Überschuss” an Bewusstsein und Intelligenz aus – wenigstens gegenüber der Tierwelt. Mehr Instinkt und unbewussteres Verhalten würde sicherlich viel mehr Frauen dazu befähigen, die Geburt als ein anstrengendes, jedoch zu bewältigendes natürliches Erlebnis zu empfinden.

Diese Aspekte einer Geburt stehen im Geburtshaus zweifelsohne an erster Stelle. Die medizinischen Einrichtungen, die beim Auftreten von eventuellen Schwierigkeiten vielleicht vonnöten sind, gibt es hier nicht; dafür bieten die Hebammen oft so kompetente Hilfe, dass viele Schwierigkeiten gar nicht erst auftreten oder im Zweifelsfall auch ohne solche Notfallmedizin gelöst werden können.


 



Frauen, die sich während der Schwangerschaft von einer Hebamme im Geburtshaus beraten lassen, können eigentlich davon ausgehen, dass sie ihre Geburt bewältigen können, wenn sie die Voraussetzungen für eine Geburtshaus-Geburt erfüllen. Diese sind nicht besonders zahlreich; die Frau sollte nach Einschätzung der Hebamme für solch eine Geburt geeignet sein (was im Normalfall auf die meisten Frauen zutrifft, die sich für ein Geburtshaus interessieren) und gewisse medizinische Randbedingungen erfüllen.

Diese Icons verzweigen auf soziale Netzwerke bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • YahooMyWeb

1 Kommentar zu “Geburtshaus”

  1. am 08. Okt 2007 um 10:59Tatjana Garms

    Ich bin persönlich der Meinung, dass es doch am sichersten ist in einem Krankenhaus ein Baby zur Welt zu bringen.
    Wenn man sich mal die Zahlen vor Augen führt bei wie vielen Geburten Komplikationen auftreten ist doch nur für das Wohl der Mutter und des Kindes, dieses im Krankenhaus zu bekommen.
    Dort ist für den Fall der Fälle, der hoffentlich nicht eintritt alles da und man ist definitiv in besten Händen.

Kommentar schreiben

Bevor Sie den Kommentar abschicken, geben Sie bitte den eingeblendeten Sicherheitscode ein. Ist der Code Ihnen zu unleserlich, klicken Sie auf
das Bild und Sie bekommen einen neuen Sicherheitscode:

 



Ihr Kommentar wird manuell geprüft und ggf. veröffentlicht



Baby Fläschchen


Flaschenmahlzeiten Natürlich ist es auch eine legitime und keineswegs gesundheitsschädliche Methode, ein Kind mit der Flasche zu ernähren. Die Nahrung, die man mittlerweile im Handel erwerben kann ist hochwertig und entspricht den neuesten Standards, die besonders bestrebt sind, der natürlich Muttermilch nahe zu kommen. Die meisten Fläschchennahrungen sind durchweg für Kinder geeignet und unterscheiden sich nach ärztlichem Urteil in ihr [...]

Baby die ersten Wochen


Die ersten Wochen Die erste Zeit im Leben eines Menschen wird völlig von instinktiven Handlungen beherrscht. Es ist ebenso ein instinktiver Reflex, bei jeder Berührung an der Wange nach der Nahrungsquelle zu suchen, wie es auch der Tast- und Greifreflex ist, der dazu führt, dass Kinder sich einen Finger „schnappen“, wenn man ihn ihnen hinhält. Berührung an der Lippe führt zu einer weiteren instinktiven Reaktion, dem Saugen. Da Ne [...]