Identifikation

Identifikation mit den Eltern

Das gleichgeschlechtliche Elternteil ist für ein Kind natürlich eine sehr wichtige Identifikationsfläche, und unbewusst wird es eine große Zahl von Verhaltensmustern in seiner Kindheit beobachten und unterbewusst zu reproduzieren versuchen.

Dabei gibt es eigentlich zwei klassische Möglichkeiten: es entscheidet sich „für“ dieses Elternteil oder „dagegen“.

Erscheint dem Kind das Vorbild positiv, erstrebenswert oder wenigstens respektabel, so wird es sich oft für das Kopieren der Verhaltensmuter „entscheiden“. Das führt zum einen dazu, dass eine starke Identifikation mit diesem Elternteil erfolgt, die im Unterbewusstsein oft so tief verankert wird, dass im Erwachsenenleben später noch Auswirkungen bestehen.


 



Die „Überbrückungsphase“ der Pubertät kann geprägt sein von starken Widerständen gegen diese Vorbilder, doch nach der Überwindung dieser Phase wird es auf dem einen oder anderen Weg wieder zu einer Annäherung kommen.

Lehnt das Kind diese Identifikation hingegen ab, so wird es eventuell versuchen, sich am anderen Elternteil zu orientieren und wird sich stärker seinen Vorstellungen, Verhaltensmustern und Werten anpassen.

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