Wo finden junge Mütter Hilfe?

Auch wenn man das Gefühl hat, mit dem Thema Aufklärung würde Heutzutage offener umgegangen als je zuvor, werden immer mehr Mädchen unter 18 schwanger. Während 1997 die Zahl der minderjährigen Schwangerschaften noch bei 9500 Fällen lag, waren es im Jahr 2007 schon ca. 15000.

Einer dieser Gründe ist sicherlich das die heutigen Jugendlichen früher in die Pubertät kommen als zuvor. Während die Mädchen im Jahre 1996 bereits im Alter von 12,2 Jahren ihre erste Periode bekamen, waren die Mädchen im Jahre 1860 erst 16,6 Jahre alt. Auch die Jungs waren 1996 bereits mit 12,6 Jahren geschlechtsreif. Im Jahr 1980 erst mit 14,2 Jahren.

Was können die jungen Mütter also tun? Einer der ersten Schritte sollte es sein eine Schwangerschaftsberatungsstelle aufzusuchen und sich dort beraten zu lassen. Eine Beratung in einer dieser Stellen, kann sowohl mit als auch ohne die Eltern stattfinden. Dort sollte erst die Frage geklärt werden, ob die Jugendliche das Kind bekommen will oder nicht.



 


Sollte sie sich für eine Abtreibung entscheiden, muss sie an einer Schwangerschaftskonfliktberatung teilnehmen. Dort wird mit ihr über all die Probleme gesprochen die durch eine Schwangerschaft oder Abtreibung auf sie zukommen würden und nach möglichen Lösungen gesucht. Sinn der Sache ist es, die unterschiedlichen Situation von allen Seiten zu durchläuchten, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Entscheidet sich die junge Mutter für das Kind sollte ein großes Augenmerk auf Ausbildung und Kinderbetreuung gerichtet werden. Oftmals sind es die Omas die den werdenden Müttern unter die Arme greifen müssen, damit diese ihre Schule, Ausbildung oder Studium beenden können.

In manchen Fällen können diese auch Erziehungsgeld für die Betreuung des Enkelkindes beantragen, vorausgesetzt das Tochter und Enkelkind im gleichen Haushalt leben. Eine andere Möglichkeit ist Hilfe beim Jugendamt zu suchen, das mit „Betreutem Wohnen“ oder „Mutter-Kind-Wohngruppen“ den jungen Mütter unter die Arme greifen kann.

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