Kind schlafen

” Schlaf Kindlein schlaf… “

Eine Methode, schlecht schlafende Kinder zur Ruhe zu bekommen, ist das Familienbett als Alternativen zum Kinderbett.
Manche Eltern planen von vorne herein, mit ihrem Baby im Familienbett zu schlafen, und versuchen daher gar nicht erst, dem kleinen Menschen das Schlafen im eigenen Bett anzugewöhnen; andere erzielen mit der Schlaferziehung wenige Erfolge und gehen schließlich dazu über, ihr Kind dann doch zu sich ins eigene Bett zu holen, weil es sonst nicht in den Schlaf zu bekommen ist.

Das Familienbett hat gerade in der Anfangszeit einige Vorzüge – das Stillen wird erleichtert, und wenn das Kind in der Anfangszeit erwacht, muss man keinen Weg zurücklegen, um es zu trösten. Kurze Wachphasen werden von den Erwachsenen als angenehmer empfunden, da sie nicht aufstehen müssen, und auch das Kind profitiert von dem sicheren Gefühl, bei seinen Eltern zu schlafen.Dafür sollte man allerdings nicht vergessen, dass es auch unangenehme Nebeneffekte im Familienbett gibt, da die elterliche Sexualität natürlich stark eingeschränkt wird.

Der Ursprung des Familienbettes liegt noch in einer Zeit, als der Gedanke weniger auf das Schlafen lernen oder auf eine romantische Idee bezogen als vielmehr eine Notwendigkeit war. In vielen Familien gab es nur ein Bett, was schlicht und ergreifend dazu führte, dass dieses von allen Mitgliedern genutzt werden musste. Die Einschränkung der Sexualität war zu dieser Zeit sicher ebenfalls gegeben, aber nicht in der absoluten Form der heutigen Zeit, in der kaum ein Elternpaar überhaupt in Gegenwart des Säuglings intim werden möchte.


 



Sieht man allerdings über diese Einschränkung hinweg, kann es mit dem Familienbett eigentlich nur aus zwei Gründen Probleme geben: entweder wenn das Kind nicht gut in Gesellschaft schläft, oder später bei der „Entwöhnung“.Es gibt durchaus Kinder, die wirklich in Gesellschaft nicht zum Schlafen aufgelegt sind, und die genug Energie besitzen, um ihren „Aktivitätswillen“ auch gegen den eigenen Körper durchzusetzen. Oft ist in solchen Fällen Übermüdung die Folge, die selbst noch einmal Schlafschwierigkeiten mit sich bringt.

Die andere Schwierigkeit kann – was viele „Gegner“ des Familienbetts vorbringen – die Entwöhnung von diesem „Luxus“ sein. Zwar sagt man immer, dass man Babys nicht verwöhnen kann, doch gewöhnen kann man sie auf jeden Fall. Es ist ja auch kein Wunder – wäre nicht jeder Mensch traurig über ein als schön empfundenes Erlebnis, dass er irgendwann nicht mehr haben kann? Noch dazu, wenn er nicht die Möglichkeit besitzt, rationale Gründe für diesen Verlust zu empfinden.In der Tat ist die Entwöhnung vom Familienbett später oft eine schwierige Phase, doch muss dies ja nicht unbedingt ein ausschlaggebendes Argument gegen diese Art des Schlafes sein.

Man sollte sich – wenn man sich für das Familienbett entscheidet – vielleicht ganz einfach der Gefahr bewusst sein, dass man ähnliche Schwierigkeiten wie bei der Gewöhnung des Babys an den Schlaf im eigenen Bett ganz einfach auf die Kleinkindphase „verschiebt“. Nachteilig ist in diesem Zusammenhang sicherlich, dass das Kind das Familienbett als angenehm kennt und es wiederhaben will (und dies eventuell zu einem Zeitpunkt, zu dem es schon Maßnahmen zur Durchsetzung seines Willens kennt); ein Vorteil ist, dass ein älteres Kind natürlich eher fähig ist, einen solchen Schritt zu verkraften oder sogar zu verstehen (je nachdem, in welchem Alter er vollzogen wird).


 



Dennoch ist das Familienbett auf jeden Fall eine überdenkenswerte Alternative, da es für Eltern und Kinder angenehme Vorteile hat und die Nachteile wohl nicht größer sind als bei anderen Arten der Schlaferziehung auch.

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1 Kommentar zu “Kind schlafen”

  1. am 20. Sep 2007 um 12:38Katharina A.

    Meine Eltern hatten auch ein Familienbett mit mir. Ging auch nich anders, da ich eigentlich grundsätlich geschrien habe und meine Mutter keine Lust hatte alle 5 min ins andere Zimmer zu laufen.
    Ich glaube es ist auch ganz gut für das Kind die Nähe der Eltern zu spüren. Ich hätte nur Angst das ich das Kind zerquetschen würde während ich schlaf.

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