Kind und Beruf
23. August, 2007 von Moderator
Berufstätigkeit und Familie
Es ist ein offenes Geheimnis, dass Kinder leicht so viel Arbeit machen, dass die Berufstätigkeit für beide Partner beinahe undenkbar wird. Das Ergebnis ist, dass viele Frauen ihre Berufstätigkeit auf eventuell unabsehbare Zeit beenden, um für ihre Familie da zu sein; ein Schritt, der oft einen problematischen Wiederanschluss an die Berufswelt zur Folge hat.
Bei Männern, die sich zu diesem Schritt entschließen (was selten ist, aber vorkommt) wird es zu ähnlichen Problem kommen, vor allem, wenn die Zeit ohne Berufstätigkeit länger dauert als die gesetzlich vorgeschriebenen Erziehungszeiten.
Viele junge Familien bekommen in kurzer Folge gleich zwei oder eventuell noch mehr Kinder, was dazu führt, dass die Arbeits- und Rollenverteilung meist immer eindeutiger wird. Der Partner, der die Arbeit zuhause übernimmt, entfernt sich von der Berufswelt immer weiter, während der andere immer fester an seinen Beruf gebunden wird, da er ja eine Familie zu versorgen hat.
Es gibt eine Reihe von Schwierigkeiten, die alle mit diesem Thema zusammenhängen und die einer Klärung in politischen Debatten bedürfen. Es ist klar, dass die alleinige Berufstätigkeit eines Partners heute nicht mehr das meistgeschätzte Modell ist, weshalb es verschiedene Möglichkeiten geben muss, Familie und Beruf zusammen zu bekommen.
Natürlich ist das klassische Modell noch immer für viele Menschen attraktiv, doch darf man einerseits nicht vergessen, dass der Beruf der Mutter nach 20 bis 25 Jahre meist mehr oder weniger beendet ist und die Leere eine Frau sicher hart trifft und dass andererseits natürlich auch eine beträchtliche Zahl von Menschen diesem Konzept nicht mehr nachhängt.
Die Schaffung von Alternativen ist eine der wichtigsten Aufgaben der Familienpolitik – das Problem ist nur, dass eigentlich niemand weiß, was den nun das Ziel dieser Entwicklung ist.
Ist es die völlige Ablösung vom Konzept der klassischen Familie und die Ganztagsbetreuung der Kinder? Oder ist es nur eine verbesserte Integrierung beider Eltern in die Versorgung der Kinder bei gleichzeitiger Fremdversorgung in einem geringeren Maß?
Vielleicht geht der Trend ja auch in absehbarer Zeit wieder zurück zur klassischen Familie, da diese ja für viele Menschen noch immer das Ideal ist. Dann wäre es vielleicht eine interessante Alternative, dem erziehenden Elternteil einen attraktiven Teilzeit-Einstieg in seinen Beruf nach einigen Jahren zu ermöglichen.
Man sieht leicht, dass die Situation momentan so unklar ist, dass in diesem Punkt die Handlungsunfähigkeit der Politiker eigentlich leicht verständlich ist.Zu opportun ist der Umgang mit diesem Thema: Eltern, die beide berufstätig sind, fordern kostenlose Ganztagsbetreuung zu Lasten des Erziehungsgeldes; Frauen und Männer, die die Erziehungsarbeit selbst übernehmen, fordern mehr Lohn für ihre wirklich aufwändige Tätigkeit. Einerseits soll man die Möglichkeit haben, für seine Kinder zu Hause zu bleiben, anderseits aber nicht dazu gezwungen werden. Ein Zwang, die Fremdbetreuung zugunsten der eigenen Berufstätigkeit zu akzeptieren, darf aber auch nicht bestehen.
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Hausgeburt
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Geburtshilfe im Wandel der Zeit Teil 2 Auf die Geburtshilfe (und auch auf die Frauen) hatte diese Entwicklung im Laufe der folgenden Jahrhunderte schwerwiegende Auswirkungen. Zwar bezeichnet man auch den Lebensstil der Germanen als Patriarchat (was sich ja eigentlich nur auf die Erbfolge über den Mann bezieht), doch war ihr Lebensstil von Respekt gegenüber den Frauen geprägt, so dass zwar den Söhnen das Erbrecht zustand, die Frauen aber de [...]


