Probleme beim Stillen

Probleme und Schwierigkeiten beim Stillen

Die meisten Mütter haben – auch wenn das Stillen ansonsten sehr problemlos verläuft – meist eine Sorge: nämlich, ob sie für ihr Kind genug Milch haben. Dies ist auch der häufigste Grund für vorzeitiges Abstillen oder das Beifüttern, eine Praxis, die eigentlich nicht im Interesse einer stillenden Mutter sein kann. Während der Entwicklung eines Kindes kann einige Male der Eindruck entstehen, das das Kind nicht mehr genug Nahrung bekommt.

Die Zufriedenheit, die sonst am Ende des Stillens meist das Kind erfüllt hat, tritt nicht ein, und die Ruhephasen zwischen den Mahlzeiten sind kürzer als sonst. Häufig führt diese Beobachtung zum langsamen oder sofortigen Abstillen des Kindes, eine Handlung, die eigentlich nicht empfohlen werden kann. Auch das Zufüttern eine Flaschenmahlzeit ist hier normalerweise nicht der richtige Schritt, zumindest nicht, wenn eigentlich noch weiter gestillt werden soll.

Es kann während des Stillens durchaus Phasen geben, in denen das Kind großen Hunger hat und sich entsprechend öfter meldet, um eine Mahlzeit einzunehmen. Bedingt durch Wachstumsschübe, aber auch durch natürliche Schwankungen ist dies eigentlich keine besondere Auffälligkeit.Wenn man auf diese natürlichen Veränderungen allerdings mit dem Zufüttern eine Flaschenmahlzeit reagiert, wird der Körper der Mutter den erhöhten Nahrungsbedarf nicht mehr wahrnehmen und sich folglich nicht mehr anpassen können – die Folge ist, dass nach einem wachstumsbedingten Mehrbedarf das Angebot von der Mutter nicht mehr ausreichend sein kann.


 



Natürlich ist so eine langsame Umstellung üblicherweise kein Problem, und ein Kind jenseits der sechs Monate kann sicher auch an eine Flaschenmahlzeit gewöhnt werden – dass eine solche Mahlzeit allerdings das langsame Abstillen bedeutet, sollte der Mutter bewusst sein, die diese Entscheidung trifft. Gerade innerhalb der ersten sechs Wochen sind solche Entwicklungen immer sehr kritisch, da sie das Selbstbewusstsein der Frau angreifen und ihr das Gefühl geben, nicht genug Milch zu haben – was im Endeffekt zum verführten Abstillen führen kann.

Übrigens sind typische Zeiten für solche Wachstumsphasen, die mit einem Mehrbedarf verbunden sind fünf bis sechs Wochen nach der Geburt, drei Monate nach der Geburt und wenn das Kind ein halbes Jahr als ist.Ein anderes Problem ist vorübergehende „Überproduktion“ auf Seiten der Mutter. Das Kind hat nicht genug Hunger, um beide Brüste zu trinken, so dass eventuell ein unangenehmes Gefühl in der Brust und im schlimmsten Fall ein Milchstau können die Folge sein.

Daher empfiehlt es sich, in einem solchen Fall die überschüssige Milch entweder mit der Hand auszustreifen (und sie nach Möglichkeit mit einer sterilen Flasche aufzufangen) oder sie mit einer Milchpumpe abzusagen. Manche Frauen schwören auf das Ausstreifen mit der Hand, während andere mit einer Milchpumpe besser zurecht kommen. Beim Kauf einer solchen Pumpe sollte man allerdings sehr auf Qualität achten, da es hier in der Technik und damit auch dem Komfort beträchtliche Qualitätsunterschiede gibt.


 


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