Vater bei Geburt
14. August, 2007 von Moderator
Väter im Kreissaal
Nicht nur das Verhalten des Mannes während der Schwangerschaft kann starke Auswirkungen auf eine Frau haben – die Rolle des Vaters bei der Geburt ist als eigentlich genauso intensiv einzustufen.
Die Geburt ist für eine Frau ein Erlebnis, welches die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit ausreizt. Nicht umsonst ist die Gebärmutter der stärkste Muskel im menschlichen Körper – man kann sich die Geburt als einen wirklichen Kraftakt vorstellen, der sogar das überschreitet, was sich ein Kraftsportler bei schwerem Training zumutet.
Eine wichtige Erkenntnis für jeden werdenden Vater ist daher eigentlich recht einfach: während der Geburt kann er nichts unternehmen, was damit „mithalten“ kann. Viele Männer empfinden es als belastend, dass sie während der Geburt nichts „tun“ können (also keine Handlungen unternehmen, die ihren Maßstäben nach angemessen wären). Dabei geht es einerseits darum, dass sie natürlich dem eventuellen Leid ihrer Partnerin nur tatenlos zusehen können; es geht aber auch darum, dass die Handlungen, die ihnen offen stehen, ihren Ansprüchen eventuell nicht genügen.
Daher ist es wichtig, dass sich jeder werdende Vater eines klar macht: er kann zwar nicht das Kind bekommen oder den Schmerz übernehmen, doch der seelische Beistand, den er leisten kann, ist wichtig. Und weil es eine wichtige Aufgabe ist, sollte sie ebenso gewissenhaft erledigt werden wie jede andere Aufgabe, an die man herangeht. Viele Väter sind heute bei der Geburt eine kompetente Hilfe, indem sie genau das tun, was ihrer Frau gut tut: sie unterstützen und ihr das Gefühl vermitteln, dass sie an sie glauben und dass sie bei ihr sind.
Andere aber scheinen sich von der Hilflosigkeit dieser Lage überfordert zu fühlen und tun genau das, was am wenigsten hilft: sie machen mehr Probleme, als sie lösen. Hier ein paar „Do-Nots“ für werdende Väter
Es ist wohl eine klassische Vorstellung, dass der Mann wie ein aufgeregtes Huhn durch den Geburtsraum läuft und die Frau dabei mehr als ihrer Konzentration bringt als dass er ihr hilft. So lustig dies klingen mag – in diesem Fall tut er nichts anderes als seine Partnerin in dieser schwierigen Lage im Stich zu lassen, auch wenn er dies nicht beabsichtigt.
Genauso verhält es sich mit den Männern, die mit eventuell anwesenden Ärzten halbmedizinische Gespräche beginnen. Es ist sicher nicht im Interesse der Frau, zwei fachsimpelnde Männer bei der Geburt dabei zu haben – sie mag vielleicht den Arzt für die Sicherheit, die er ihr vermittelt, zu schätzen wissen, doch empfinden die meisten Frauen solche Gespräche ihres Mannes als entfremdend.
Angemessener ist es daher, sich während der Geburt deutlich auf die Seite seiner Frau zu stellen. Eventuell kann es nämlich sein, dass die Anwesenheit des Arztes als störend empfunden wird (was nicht zuletzt auf das Verhalten mancher Ärzte zurückzuführen ist). Eine weitere Variante von unangemessenem Verhalten während der Geburt ist normalerweise das Filmen. Eine Geburt ist zwar sicher ein Ereignis, doch ist sie andererseits auch ein intimes Erlebnis, welches durch das Vorhandensein seiner Videokamera empfindlich gestört werden kann.
Kommentar schreiben
Richtig Stillen
Verfasst in Tipps , Säuglingspflege , Stillen am 15. September 2007
Tipps und Erfahrungen zum Thema stillen Viele Frauen sind unsicher, wie oft am Tag ihr Kind trinken soll. Üblicherweise sagt man, dass Säuglinge ungefähr alle vier Stunden zur Nahrungsaufnahme bereit sind und auch in der Nacht erwachen, wenn sie nach dieser Schlafphase Hunger haben. Allerdings kann man diesen Wert nicht zur Regel machen; es kommt nach einem Wachstumsschub oft vor, dass Kinder öfter trinken, und an einem verschlafenen Tag a [...]Schreibaby
Verfasst in Info , Säuglingspflege , Das erste Lebensjahr am 28. August 2007
Wenn nichts mehr hilft Es gibt Phasen während der Babyzeit, in denen man sich als Eltern kaum noch zu helfen weiß. Ganz gleich, was man auch tut – das Baby scheint nicht zu beruhigen zu sein, und auch wenn es vielleicht nicht durchgängig schreit (so dass man es als „Schreibaby“ einstufen könnte), so kann es doch vielleicht nicht allein sein oder reagiert auf eine sonstige Notwendigkeit mit Beschwerden. Versucht man in einigen üblic [...]


