Vater heute

Der moderne Mann und Vater

Mittlerweile ist der neue Mann eigentlich überhaupt nicht mehr so besonders neu. Was neu an ihm ist, ist vor allem eine Tatsache: dass er so schrecklich anders gar nicht ist.
Wie lange haben die Medien die Entwicklung hin zum neuen Mann propagiert und ihm einen Katalog von Eigenschaften und Zuschreibungen unterstellt, die ihn emotional gefestigter und mit einer höheren emotionalen Intelligenz ausgestattet erscheinen ließen.

Dennoch ist nicht so viel geschehen, wie man sich in den Hochzeiten dieses Booms vielleicht erhoffte. Sicher, man hat heute mal gehört, dass auch „echte Männer“ mal weinen dürfen – aber hat man ein Gefühl dazu?
Wohin diese Veränderung der Geschlechterrolle vor allem beim Vater geführt hat und was sie noch bewirken kann, erfahren sie hier.

Jeder Mann, der zum Vater wird, ist von seiner männlichen Geschlechterrolle ebenso geprägt wie von seiner väterlichen. Wie aber sieht nun die männliche Geschlechtsrolle im neuen Jahrtausend aus?
Es gehört für das Führen einer Beziehung zu den wichtigsten Regeln, dass man wissen sollte, wen man vor sich hat. Die meisten Beziehungen zwischen Männern und Frauen scheitern an falschen Vorstellungen voneinander. Wenn man nun innerhalb einer Familie lebt und sich nicht mehr einfach nur in einer Beziehung befindet, die man eigentlich ohne Außenstehenden zu schaden trennen könnte, muss man sich also auch auf besondere Weise mit diesem Thema beschäftigen.


 



Wie aber sieht die männliche Geschlechtsrolle in der Praxis aus? Welche Vorstellungen hat man heute davon, ein „Mann“ zu sein?
Sicherlich ist diese Geschlechterrolle bei vielen Menschen noch immer recht stark von Assoziationen wie Anzug, Geschäft, Arbeit oder auch Hammer, Bohrer und Säge geprägt. Auch heute noch weinen Männer nicht gerne in der Öffentlichkeit, und sie tragen noch immer normalerweise keine Röcke. Trotz der Umwälzung im letzten Jahrhundert haben viele der Geschlechtsvorstellungen überlebt und sich durch „geeignete Anpassung“ ins neue Jahrtausend gerettet.

Man kann statt einer radikalen Veränderung der Geschlechterrollen wahrscheinlich eher von einer schleichenden Variation sprechen, die eine Veränderung hervorgerufen hat.So, wie es heute für viele Männer selbstverständlich ist, ihre Frauen zur Geburt zu begleiten, so wissen sie auch über ihre Gefühle mehr als dass sie „Neigungen“ sind, die man durch Disziplin bekämpfen sollte (wie es frühere Generationen gehandhabt haben).

Doch noch immer sind Männer verschwiegener, was solche Gefühle angeht, und noch immer sind ihre Treffen oft eher Wettbewerb als Gefühlsaustausch (wie es oft bei Frauen der Fall ist).
Die Rollenvorstellungen sind aufgebrochen und bieten nun statt relativ starren „Käfigen“ eher „Reviere“, in denen man sich nach eigenen Vorstellungen austoben kann; bleibt man jedoch in diesem Bild, so wird man dennoch beim Verlassen des eigenen Reviers auf Gegenwehr stoßen.


 


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1 Kommentar zu “Vater heute”

  1. am 11. Nov 2007 um 14:01Tina

    Ja so ist es leider. Ich glaube ich kenne gerade mal 2 Männer die wenigstens annährend so sind, wie ich mir den moderne Vater vorstelle. Der Rest ist genauso Clichéhaft, wie man sich den durchschnittlichen Papa von Heute eben vorstellt.

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